Nationale Naturlandschaften klar

Natura 2000 - Zahlen & Daten

Die Biosphärenreservatsfläche von insgesamt 56.760 ha ist in großen Teilen als Europäisches Schutzgebiet Natura 2000 ausgewiesen.
Dazu gehört das Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Gebiet "Elbeniederung zwischen Schnackenburg und Geesthacht" auf einer Fläche von 22.654 ha und in großen Teilen überlagernd das Besondere Schutzgebiet (BSG) nach EU-Vogelschutzrichtlinie "Niedersächsische Mittelelbe" auf einer Fläche von 34.028 ha.

Das FFH-Gebiet dient dem Schutz bestimmter Lebensraumtypen und Arten, von denen einige besonderen Schutz genießen. Von besonderer Bedeutung im Landesmaßstab sind nach aktuellen Erfassungen

  • Brenndolden-Auenwiesen mit 553 ha,
  • Magere Flachland-Mähwiesen mit 1207 ha,
  • Feuchte Hochstaudenfluren mit 170 ha,
  • Flüsse mit Sand- und Schlammbänken mit 401 ha,
  • natürliche oligo- und mesotrophe Stillgewässer mit 227 ha,
  • offene Dünen mit 20 ha,

sowie verschiedene Waldlebensraumtypen wie

  • Erlen-Eschen-Auenwälder mit 180 ha,
  • Hartholzauenwälder mit 108 ha,
  • alte bodensaure Eichenwälder mit 95 ha und
  • Buchenwälder mit insgesamt 68 ha Fläche.

Die Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten im Biosphärenreservat ist sehr groß. Etwa 1.080 Gefäßpflanzen wurden hier nachgewiesen, davon stehen 260 Arten auf der Roten Liste, hinzu kommen 113 Moos- und Flechtenarten.
Auch bei den Tieren ist eine bemerkenswert hohe Artenvielfalt zu verzeichnen. So wurden im Biosphärenreservat zum Beispiel 110 Tagfalterarten, 16 Fledermausarten, 11 Amphibienarten, 44 Weichtierarten und 40 Fischarten nachgewiesen.
Als prioritäre Art nach FFH-Richtlinie kommt der Eremit (Osmoderma eremita) im Biosphärenreservat vor, zahlreiche weitere Tierarten stehen im Anhang II der FFH-Richtlinie, dazu gehören die Rotbauchunke (Bombina bombina), der Eichenheldbock (Cerambyx cerdo) sowie der Biber (Castor fiber) und der Fischotter (Lutra lutra), die hier ihren Verbreitungsschwerpunkt in Niedersachsen haben.

Das EU-Vogelschutzgebiet "Niedersächsische Mittelelbe" deckt knapp zwei Drittel der Fläche des Biosphärenreservates ab. Davon liegen 71 Prozent im Gebiet des Landkreises Lüneburg und 29 Prozent im Landkreis Lüchow-Dannenberg.

In der Elbtalaue brüten fast 150 verschiedene Vogelarten. 29 Brutvogelarten und 41 Zugvogelarten gehören zu den dem Gebiet Wert gebenden Vogelarten, die in der Vogelschutzrichtlinie definiert sind. Die Rastvogelbestände im Winterhalbjahr erreichen internationale Bedeutung.
Die mittleren Bestandzahlen nordischer Gastvögel lagen in den letzten Jahren bei 1.400 Singschwänen (Cygnus cygnus), 700 Zwergschwänen (Cygnus bewicki), 37.000 Blässgänsen (Anser albifrons) und 22.000 Saatgänsen (Anser fabalis). In einzelnen Jahren wurden Maxima von 2.400 Singschwänen, 1.500 Zwergschwänen, 40.000 Saatgänsen und 76.000 Blässgänsen gezählt.

Blässgänse

In einzelnen Jahren wurden Maxima von 76.000 Blässgänsen gezählt.

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