Nationale Naturlandschaften klar

Schwimmblattvegetation

In den zahlreichen Stillgewässern in der Elbtalaue - Altarmen, Kolken, Bracks und Seen und seeartigen Aufweitungen der Tieflandflüsse wie der Krainke - findet man eine reiche Pflanzenwelt. Besonders auffällig sind dichte Decken aus Schwimmblättern der Weißen Seerose, der Großen Teichrose. An einigen Stellen dienen sie als Nistunterlage für die gefährdete Trauerseeschwalbe, die in kleinen Kolonien brütet.

Die Rosetten der Krebsschere findet man in einigen Binnendeichbracks. Diese vor allem durch Gewässerentkrautung stark dezimierte Art vermehrt sich durch Sprosse, die an die Schere eines Krebses erinnern. Sie wird wegen ihrer scharf gezackten Blattrosetten auch "Wasseraloe" oder "Wassersäge" genannt. Die Pflanzen bilden dichte Verbände, die halb untergetaucht an der Wasseroberfläche schwimmen. Im Herbst taucht sie auf den Gewässergrund ab, im Frühjahr treibt sie nach oben. Eng an das Vorkommen der Krebsschere ist eine Libelle, die Grüne Mosaikjungfer, gebunden. Sie legt ihre Eier in die Blattrosetten ab.

Die Kleingewässer im Elbdeichvorland, die häufig auch trockenfallen, sind im Mai von den weißen Blüten des Wasserhahnenfußes bedeckt.

Vereinzelt bedecken in deichnahen Bracks, selten auch im Vorland, die Seekanne vor.Sie zählt zu den Stromtalpflanzen, die Hier an der westlichen Grenze ihres Verbreitungsgebietes vorkommt. Sie hat kleine, seerosenartige Blätter, ist aber mit dem Enzian verwandt. Ihre Bestände können zeitweise völlig zusammenbrechen, erholen sich aber meist nach einigen Jahren.

Seekanne
Artikel-Informationen

06.05.2010

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