Nationale Naturlandschaften klar

Amphibien

Von 19 in Niedersachsen nachgewiesenen Amphibienarten kommen 12 in der Elbtalaue vor. Hierzu gehören neben Erdkröte und Grasfrosch und Teichmolch auch gefährdete Arten wie die Rotbauchunke, der Laub- und der Moorfrosch sowie der Kammmolch. Diese Arten nutzen Sumpfbereiche, Kleingewässer und vernässte Senken in Deichnähe für die Laichablage. Die Gefahr, dass durch Fische oder räuberische Insekten der Laich vernichtet wird, ist hier gering.

Bereits im März bilden die Moorfrösche auf überflutete Wiesen, in Alt- und Qualmwasser große Laichgesellschaften. Die himmelblaue Laichfärbung der Männchen und ihren blubbernden Rufe halten nur wenige Tage an. Zurück bleiben Hunderte von Laichballen.

Laubfrösche bevorzugen Bäume und Sträucher in Gewässernähe. Von April bis Mai ist in den Dämmerungs- und Nachstunden der Paarungsruf "äpp...äpp...äpp" zu hören. Nach der Eiablage auf Überflutungsflächen und in flachen Stillgewässern sitzen sie hier tagsüber reglos um sich zu sonnen und Beute zu fangen.

Die melodischen Paarungsrufe der Rotbauchunke ("uuh...uuh...uuh") gehören zu den typischen Nachmittags- und Abendgeräuschen im Elbetal. Die Rufe mehrerer Männchen können zu einer regelrechten "Klangglocke" verschmelzen. Diese Art besiedelt ähnliche Lebensräume wie der Kammolch, der in der Elbtalaue noch häufig ist. Beide Arten sind nach Anhang II der FFH-Richtlinie geschützt.

Der robuste Seefrosch besiedelt dagegen die Gewässer der Elbdeichvorländer. Hier sind seine lauten, keckernden Balzrufe bei Tag und Nacht zu hören.

Kreuz- und Knoblauchkröte brauchen außerhalb der Laichzeit lockeren Sandboden wo sie sich vergraben. Daher suchen sie in der Elbtalaue bevorzugt Gewässer in Nähe von Sandfeldern und Dünen zur Laichablage auf.

Laubfrosch

Laubfrosch

Artikel-Informationen

06.05.2010

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