Nationale Naturlandschaften klar

Säugetiere in der Elbtalaue

Ein Charaktertier des Biosphärenreservats Elbtalaue ist der erst 1990 in die niedersächsische Elbetalaue zurückgekehrte Elbe-Biber. Er galt hier seit 1819 als ausgestorben. Durch strengen Schutz konnten sich die Bestände diese großen Nagetiers an der Mittleren Elbe bei Dessau wieder erholen. Von dort breitete er sich auf der Suche nach neuen Revieren entlang des Elbstroms und seiner Nebenflüsse aus. Inzwischen haben die Bestände im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue wieder rund 500 Tiere im Jahr 2004 erreicht. Zahlreiche Nagespuren den Ufergebüschen zeugen von seinen nächtlichen Aktivitäten. Durch seine Größe und den abgeplatteten Schwanz unterscheidet er sich von Bisamratte und Nutria, mit denen er häufig verwechselt wird.

In der Elbtalaue hat auch der Fischotter den Schwerpunkt seines Vorkommens in Niedersachsen. Im Grabensystem der Marschen, an den Nebenflüssen und dem Elbstrom wurde er vielerorts nachgewiesen. Dennoch bekommt man diesen nachtaktiven, hervorragend schwimmenden und tauchenden Wassermarder selten zu Gesicht.

Bemerkenswert sind außerdem in der Elbtalaue hohe Bestände von Schwarz- und Schalenwild. Wintersprünge von Rehen von mehr als 25 Stück sind keine Seltenheit. Häufig kann man auf den Wiesen Feldhasen und Füchse bei der Mäusejagd beobachten.

Als Fledermausarten sind Vorkommen des Abendseglers und des Große Mausohrs zu nennen. Ihr Lebensraum sind halboffene, strukturreiche Landschaften, in denen ein reiches Nahrungsangebot an großen Fluginsekten vorhanden ist. Das Großen Mausohrs kann auch große Laufkäfer oder Heuschrecken am Boden erbeuten.

Biber

Biber

Artikel-Informationen

06.05.2010

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