Logo des Biosphärenreservats Niedersächsische Elbtalaue

Abwechslungsreiches Programm für junge Engagierte

Das Jugendnetzwerk Biosphäre zu Besuch in der Zukunftsregion Elbtalaue-Heide-Wendland


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Gruppenbild der Exkursionsteilnehmende des Jugendnetzwerk Biosphäre am Ufer der Elbe   Bildrechte: BRV
Gruppenfoto an der Elbe

Vom 31.08. bis 03.09. verbrachte eine 14-köpfige Delegation des bundesweiten Jugendnetzwerks Biosphäre informative Tage in der Zukunftsregion Elbtalaue-Heide-Wendland, speziell im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue, im Naturpark Wendland.Elbe und in der Ilmenau-Niederung. Das Netzwerk verbindet junge Erwachsene, die mehr über die Arbeit von Biosphärenreservaten erfahren möchten. Sie setzen sich für deren Leitmotiv ein, als Modellregionen ein verträgliches Miteinander von Menschen und Natur zu stärken. Eigene Ideen werden in das Management von Biosphärenreservaten eingebracht und andere junge Leute in Umsetzung einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung zu persönlichem Engagement angeregt.

Um diese Ziele zu unterstützen, hatten die Biosphärenreservatsverwaltung in Hitzacker und das Regionalmanagement der Zukunftsregion ein inhaltsreiches Besuchsprogramm erstellt.

Untergebracht war die Gruppe auf dem Michaelshof in Sammatz. Von hier aus lernte sie Projekte und Initiativen kennen, die überwiegend durch die Zukunftsregion gefördert werden. Sie bewahren etwa die Biologische Vielfalt, integrieren Nachhaltigkeit in das ökonomische Handeln und unterstützen eine naturnahe Erholung.

Am ersten Tag lernten die Teilnehmenden in Damnatz zwei Vorhaben kennen, die auf die gemeinschaftliche Pflege von Wegeseitenrändern als Lebensraum für Flora und Fauna abzielen – ein neues Projekt der jüngst gegründeten Landschaftswege BV gGmbH aus Hitzacker – und das seit längerem bestehende Blühpaten-Projekt zur Sicherung der Biologischen Vielfalt entlang von Wegen, auf Brachflächen und Wiesen.

Zweite Station der Sommerexkursion war die Landgraben-Dumme-Niederung. Hier bringen die Ökologische Station „Wendland-Drawehn“ des BUND, der Lüchow-Dannenberger Kreisverband der Wasser- und Bodenverbände und zahlreiche Landwirtinnen und -wirte ein Projekt zur Wasserretention durch angestaute Entwässerungsgräben voran. Dabei werden Methoden erprobt, die helfen, den Wasserhaushalt zu stabilisieren und die Landschaft auf zukünftige Dürren vorzubereiten.

Am Folgetag führte die Reise an die Ilmenau bei Deutsch-Evern. Bei einer geführten Kanutour wurde ein Konzept des Landkreises Lüneburg diskutiert, das darauf abzielt, die Ansprüche des Naturschutzes und des Wassertourismus auf dem idyllischen Heideflüsschen zu harmonisieren. Dabei erfuhren die Teilnehmenden aus nächster Nähe, wo entsprechende Konfliktfelder liegen und wie diese gelöst werden könnten. Bereichernd waren zudem die Beiträge des Naturparks Wendland.Elbe, des BIO-Hotels Kenners LandLust in Dübbekold sowie des Biosphaerium Elbtalaue in Bleckede – durchweg Vorreiter, wenn es um die Themen „Bildung und Erholung“ geht.

In Biosphärenreservaten werden in erster Linie traditionelle Kulturlandschaften mit ihren charakteristischen, durch die menschliche Nutzung geförderte Arten und Lebensräumen erhalten. Wie dies aussieht, erfuhren die Teilnehmenden am Beispiel der Marschhufenlandschaft zwischen Bleckede und Hohnstorf – einer „Historischen Kulturlandschaft von Niedersachsen-weiter Bedeutung“. Daneben sieht die UNESCO in Biosphärenreservaten auch kleinere Flächen vor, die sich ohne Zutun des Menschen entwickeln sollen: die sogenannten Kernzonen. Was das heißt, wurde den Teilnehmenden im Naturwald Junkerwerder bei Tießau klar: Wege wachsen zu, der Bestand wird zunehmend undurchdringlich, dafür aber immer reicher an Tier- und Pflanzenarten.

Am Ende der Sommerexkursion waren die Mitglieder des Jugendnetzwerks begeistert von Land und Leuten. Aus dem vielseitigen Austausch ergaben sich zahlreiche Impulse für die weitere Arbeit der jungen Menschen. Es ist davon auszugehen, dass die gewonnen Erfahrungen nicht nur den bundesweiten Austausch zwischen dem Jugendnetzwerk und anderen jungen Erwachsenen bereichern werden, sondern dass wertvolle Impulse aus der Zukunftsregion auch in andere Teile des Bundesgebiets getragen werden.

Zum Hintergrund der Zukunftsregion

„Zukunftsregionen in Niedersachsen“ ist ein Regionalentwicklungsprogramm, das mit Mitteln der EU und des Landes Niedersachsen im Rahmen der EFRE/ESF+ Förderperiode 2021-2027 umgesetzt wird. Die Landkreise Lüchow-Dannenberg und Lüneburg sowie die Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsische Elbtalaue bilden gemeinsam die Zukunftsregion Elbtalaue-Heide-Wendland und sind damit eine von insgesamt 14 Zukunftsregionen in Niedersachsen. Mit dem Kooperationsbündnis soll eine themenbezogene Zusammenarbeit gestärkt und die Region als Lebens- und Wirtschaftsraum zukunftsfähig gestaltet werden. Dafür steht ein regionales Budget von rund 6 Millionen Euro in den Handlungsfeldern „Kultur und Freizeit“ sowie „Biologische Vielfalt und funktionierende Naturräume“ zur Verfügung.

Exkursionsteilnehmende am Insektenhotel in Damnatz   Bildrechte: BRV/ J.Elsner
Georg Wilhelm (Damnatz) und Dr. Titus Bahner (Hitzacker) referieren über Ansätze zur Förderung der Artenvielfalt in der Zukunftsregion
Exkusiongruppe und Petra Bernardy stehen auf einer gemähten Wiese   Bildrechte: BRV/F. Höchtl
Petra Bernardy (Ökologische Station „Wendland-Drawehn“ des BUND) spricht zu Maßnahmen der Wasserrückhaltung in der Landgraben-Dumme-Niederung
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