Nationale Naturlandschaften klar

Singvogelberingung

Mein Name ist Bele Christiansen, und ich habe mich dazu entschieden, nach der Schule ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsische Elbtalaue zu absolvieren. Ich komme aus der Biosphärenregion und bin 18 Jahre alt.
Im September wurde ich gefragt, ob ich an einer Vogelberingung teilnehmen möchte. Dass einige Vögel, wie z.B. Hühner beringt werden, damit man erkennen kann, wem sie gehören, wusste ich bereits. Aber warum werden Wildvögel beringt und wie soll das überhaupt funktionieren?
Die Beringung von Wildvögeln ist eine weltweit angewandte Methode zur Erforschung des Vogellebens, eine Markierungsmethode, um das Zugverhalten der Vögel zu analysieren, eine wichtige Methode zur Erforschung populationsbiologischer Zusammenhänge und für anderweitige ökologische Studien.
Ich hatte die Chance, an einer solchen Beringungsaktion teilzunehmen, und konnte mit einigen weiteren freiwilligen Helfern dem Vorsitzenden der Avifaunistischen Arbeitsgemeinschaft Lüchow-Dannenberg, Hans-Jürgen Kelm, dabei helfen, insgesamt 207 Singvögel zu beringen. Am Dienstag dem 8. September spannten wir gegen 18 Uhr bei Nienwalde vor einem Schwalbenschlafplatz einige Japannetze auf (diese sind besonders leicht und feinmaschig und können somit verhindern, dass sich die Vögel beim Hereinfliegen Verletzungen zuziehen), machten über einen transportablen CD-Player Schwalbengezwitscher an und warteten, bis es dunkel wurde. Die Schwalben flogen auf ihrem Weg zum Schlafplatz in die Netze hinein, und dort mussten wir sie dann nur noch herausholen. Hans-Jürgen Kelm bestimmte die Art, Größe, das Gewicht, Geschlecht und Alter der Vögel, beringte sie anschließend und ließ sie wieder frei.
Bei dieser Aktion konnten wir 157 Rauchschwalben, 47 Uferschwalben, 3 Rohrammern, 2 Schafstelzen und 1 Bachstelze beringen.
Die Ringe stammen vom Institut für Vogelforschung „Vogelwarte Helgoland“ in Wilhelmshaven (siehe Seitenspalte), das die Beringungs- und Wiederfunddaten aller gefundenen Vögel in seinem Zuständigkeitsbereich (Helgoland, Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfale und Hessen) verwaltet.
Falls Sie einen beringten Vogel oder den Ring eines Vogels finden sollten, melden Sie dies bitte bei der „Vogelwarte Helgoland“ oder der Biosphärenreservatsverwaltung, die Ihren Fund dann weiter leitet. Auf diesem Weg können Sie einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Lebensweise und zum Schutz von Vögeln beitragen und dabei helfen, unsere Vogelwelt zu erhalten.

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