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Nebelwald

Jetzt darf es auch nebelig sein. Es ist schließlich November! Diese dunkler werdende Jahreszeit nutzten die Kolleginnen und Kollegen der Biosphärenreservatsverwaltung aus Brandenburg, um dem Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue einen kleinen Besuch abzustatten und im kollegialen Austausch aktuelle Themen zu erörtern.
Der Nachmittag wurde dann für eine Exkursion durch das Gebiet genutzt und alle landeten im Nebel. Nicht nur im Nebel, sondern im Nebelwald genauer gesagt. Vermutet man im Gebiet einer Flusslandschaft eher Grünland und viel Wasser, so stößt man doch bei genauerer Betrachtung auch auf eine Menge Waldflächen. Nicht irgendein Wald, sondern da die meisten Flächen ja geschützt sind, schon auf besondere Waldgebiete.

Hartholzauwald bei Jasebeck  
Hartholzauwald bei Jasebeck
Nebelwald  
Nebelwald
Herbstwald im Seybruch  
Herbstwald im Seybruch
Zerfall erlaubt  
Zerfall erlaubt
Seybruch  
Seybruch
Eine besondere Stimmung  
Eine besondere Stimmung
Mit etwas Phantasie lässt sich ein kleines Schweinchen entdecken  
Mit etwas Phantasie lässt sich ein kleines Schweinchen entdecken
Da wo es feucht wird, lassen die Wurzeln manchmal einfach locker  
Da wo es feucht wird, lassen die Wurzeln manchmal einfach locker
Spinnen fühlen sich überall wohl  
Spinnen fühlen sich überall wohl
Seybruch  
Seybruch
Hat noch einer trockene Füße?  
Hat noch einer trockene Füße?
Es bleibt bunt  
Es bleibt bunt
Viel sehen kann man nicht.  
Viel sehen kann man nicht.
Trockenlebensraum  
Trockenlebensraum
Auch vor den Kiefern machen die Spinnen keinen Halt.  
Auch vor den Kiefern machen die Spinnen keinen Halt.
Jetzt wird es auch noch dunkel.  
Jetzt wird es auch noch dunkel.
Die Spinnenweben verschwimmen mit dem Hintergrund  
Die Spinnenweben verschwimmen mit dem Hintergrund
Infoecke in der Schwedenschanze  
Infoecke in der Schwedenschanze
Erster Exkursionsstopp war ein Rest Hartholzaue im nicht mehr überfluteten Bereich bei Jasebeck. Hartholzauwald gehört zu den Gebieten, die unter besonderem europäischen Schutz stehen (s. Infos Seitenleiste). Bestandsbildend sind in den Hartholzauwäldern der Elbtalaue in der Regel Eiche, Esche und Ulme.

Nächster Exkursionsstopp war der Seybruch. Dieser liegt an der Bundesstraße von Dannenberg nach Dömitz, am Rande des ehemaligen Elbe-Urstroms. Seine Topographie ist von einem Wechsel ehemaliger Flutrinnen und Sandrücken auf trockenen bis feuchten, stellenweise nassen grundwasserbeeinflussten Talsandböden geprägt. Dem entsprechend wechseln sich Erlenbrüche, Traubenkirschen-Erlen-Eschenwälder, aueähnliche Eichenmischwälder und Buchenwälder in teilweise strukturreicher Ausprägung sowie eingesprengte Kiefern- und Fichtenbestände ab. Die Feuchtwälder stehen größtenteils auf alten Waldstandorten. Natürlich sind diese Feuchtwälder auch besonders geschützt und unter dem europäischen NATURA 2000-Schutz u.a. als Erlen- und Eschenwälder (s. Seitenleiste) wiederzufinden.

Als Kontrastprogramm wurden zum Abschluss Dünen mit offenen Grasflächen und vereinzelten Kiefern bei Restorf besucht. Binnendünen sind typische Lebensräume der Flussauen und zählen ebenso zu den nach europäischem Recht besonders geschützten Gebieten (s. Seitenleiste).
Danach war allen kalt, und wie das Glück so wollte, gab es, trotz fortgeschrittener Zeit, noch heiße Schokolade und Birnenstreuselkuchen mit Sahne in der Schwedenschanze auf dem Höhbeck. Ein netter Abschluss nach einem nebeligen Tag.
Viel sehen kann man nicht.   Bildrechte: Anne Spiegel

Viel sehen kann man nicht.

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