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Der Hungerstein von Bleckede ist aufgetaucht

Das extreme Niedrigwasser gibt den Blick auf ein selten zu sehendes Objekt auf dem Elbgrund frei


"Geht dieser Stein unter, wird das Leben wieder bunter", so lautet die Inschrift auf dem Hungerstein in der Nähe des Fähranlegers in Bleckede. Dieser kunstvoll bearbeitete Findlingsstein ist nur bei extremen Niedrigwasserereignissen - wie eben derzeit - zu sehen.
Hungersteine sind Felsen im Flussbett, die Menschen in zurückliegenden Dürreperioden mit Inschriften oder Jahreszahlen versehen haben. Die Inschriften mancher Hungersteine sind sehr alt. Benannt sind sie nach der mit Dürrezeiten in Verbindung stehenden Gefahr einer Hungersnot. Nach anderer Ansicht bürgerte sich der Name Hungerstein auch deshalb ein, weil die von der Schifffahrt lebenden Menschen früher bei Niedrigwasser keine Einkünfte hatten (www.ndr.de). In der Elbe gibt es Dutzende solcher Hungersteine, im UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe unter anderem auch in Schönebeck, Magdeburg-Westerhüsen sowie am Domfelsen in Magdeburg.

Hungerstein, Bleckede   Bildrechte: Dr. Franz Höchtl

Der Hungerstein von Bleckede

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Dr. Franz Höchtl

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