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Neues Zuhause für Schleiereulen

Nistkästen im Biosphärenreservat


Schleiereulen haben es nicht leicht. Es wird immer schwieriger für sie, einen passenden Brutplatz zu finden, und harte Winter sind schwer zu überleben. Grund genug, ihnen ein bisschen zu helfen. Das fanden die Kinder der Klassen 6a und 6b der Bernhard-Varenius-Schule in Hitzacker auch. Darum ließen sie sich im Sommer des letzten Jahres auch schnell von der Absolventin des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) der Biosphärenreservatsverwaltung, Lea Zwilling, überzeugen, bei dem Bau von Nistkästen für Schleiereulen mitzuhelfen. Der erste Nistkasten konnte nun gemeinsam von den Kindern und den Außendienstkollegen der Biosphärenreservatsverwaltung auf dem Dachboden der Hofstelle Lobedan in Penkefitz aufgehangen werden.

Möglich wurde dies durch ein sehr engagiertes FÖJ-Projekt in der Biosphärenreservatsverwaltung. Lea Zwilling hatte sich in Eulen verliebt. Als sie erfuhr, dass die Schleiereulen Unterstützung gebrauchen können und es in der Region einen Spezialisten gibt, von dem sie noch viel lernen kann, war sie gleich begeistert dabei. Waldemar Golnik von der NABU-Kreisgruppe Uelzen ist ein echter Schleiereulen-Spezialist und nahm Lea auf verschiedene Nistkastenkontrollen mit. So begegnete sie den Eulen das erste Mal persönlich. Da Brutkästen eine wirkliche Hilfe für die Eulen sind, war schnell klar, das wird das FÖJ-Projekt. Nun mussten Gelder und Baumaterial besorgt, Partner und passende Höfe gefunden werden.

Hannes Meyer, ein naturbegeisterter Lehrer an der Bernhard-Varenius-Schule, ist der Meinung, dass praktische Erfahrungen in und mit der Natur für Kinder sehr wichtig sind und freut sich immer über passende Projekte. So war er gleich mit dabei und konnte die Klassen 6a und 6b sowie seine Kollegin Jennifer Kordt für den Bau der Kästen begeistern. Es wurden 10 Kästen gebaut und 10 passende Höfe gefunden. Lobedans sind nun die ersten, die gespannt jeden Abend auf die Ulenflucht (auch Eulenloch genannt) blicken und hoffen, dass die Schleiereule bei ihnen heimisch wird. Die anderen Kästen werden in Kürze von den Außendienstkollegen der Biosphärenreservatsverwaltung auf die weiteren Höfe verteilt, und die Kinder freuen sich schon darauf, wieder mitzukommen. Noch spannender wird es dann natürlich, wenn der erste Hof einen Bruterfolg melden kann.

Übrigens: Im Moment läuft gerade die Bewerbungsphase für das neue FÖJ. Das FÖJ bietet jungen Freiwilligen zwischen 16 und 26 auf insgesamt 258 Plätzen in Niedersachsen die Möglichkeit, im Umwelt- und Naturschutz mitzuarbeiten. Die Biosphärenreservatsverwaltung ist auch wieder dabei. Weitere Infos – www.elbtalaue.niedersachsen.de .

 
FÖJlerin Lea Zwilling hilft bei der Nistkastenkontrolle für Schleiereulen.
 
Die Schleiereule in der Schule.
 
Der Rahmen wird gebaut.
 
Bohren macht Spaß.
 
Lea Zwilling hilft beim Zusammenbau
 
Die Innenwand wird eingesetzt.
 
Lehrer Hannes Meyer schaut ob alles richtig wird.
 
Puh, geschafft!
 
Alle sind stolz.
 
Kinder der Klassen 6a und 6b mit ihrem Lehrer Hannes Meyer, der Hofeigentümerin Christa Lobedan sowie dem Team der Biosphärenreservatsverwaltung mit dem Schleiereulenkasten im Garten der Hofstelle.
 
Auf dem Weg zur Ulenflucht.
 
Der Kasten wird montiert.
 
Ein lecker Apfelsaft von der Hofbesitzerin.
  Bildrechte: Anne Spiegel

Kinder der Klassen 6a und 6b mit ihrem Lehrer Hannes Meyer, der Hofeigentümerin Christa Lobedan sowie dem Team der Biosphärenreservatsverwaltung mit dem Schleiereulenkasten im Garten der Hofstelle.

Artikel-Informationen

27.02.2015

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