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Lebensräume

Der Weißstorch ist ein Nahrungsopportunist, d.h. er frisst alle Tiere, der er fangen und schlucken kann. Insbesondere während der Jungenaufzucht benötigen die wenige Tage alten Nestlinge überwiegend Regenwürmer. Andere Beute können die kleinen Jungstörche noch nicht schlucken. Mit zunehmenden Alter werden die Beutetiere größer. Kurz vor dem Ausfliegen erhalten die Jungstörche auch Heuschrecken, Frösche, Mäuse, Schlangen und Fische.

Diese Nahrung findet der Storch auf feuchten Wiesen und Weiden entlang von Gräben und an Tümpeln oder auf Trockenrasenflächen, wie sie in der Elbtalaue und im Wendland typisch sind.

Denn die Elbe und mit ihr die Zuflüsse Aland, Seege, Jeetzel, Sude, Rögnitz und Krainke führen nach der Schneeschmelze und nach anhaltenden Niederschlägen Hochwasser. Flussnahe Wiesen, Senken, Flutrinnen und Kolke füllen sich dann mit Wasser. Sie sind Lebensraum und Laichgewässer für viele Kleintiere, von denen sich die Störche ernähren.

Darüber hinaus sind diese Lebensräume nicht von Bäumen bestanden und haben einen offenen Charakter, sodass die Vögel stets einen guten Überblick haben und mögiche Gefahren abschätzen können.

Besonders nach der Mahd einer Wiese sind häufig etliche Störche auf einem Fleck zu beobachten, die im kurzen Gras nach Nahrung suchen.

Für ihren Brutplatz suchen Weißstörche menschliche Nähe. Als Kulturfolger des Menschen haben sie ihre ursprünglichen Nistplätze von Bäumen in lichten Auenwäldern auf Dächer, Schornsteine oder Masten verlagert. Hier finden sie feste und haltbare Nistuntergründe vor - und vielleicht freundliche Weißstorch-Betreuer, die bei der Neuanlage des Horstes behilflich ist.

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