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Inklusiver Einsatz für die Natur

Länderübergreifendes Naturschutzengagement


Gruppenfoto  
Das Team nach getaner Arbeit

Am Samstag den 26. Oktober 2019 fand ein gemeinsamer Arbeitseinsatz der Biosphärenreservatsverwaltungen Niedersächsische Elbtalaue und Drömling mit der Lebenshilfe Lüneburg Harburg gGmbH und der Lebenshilfe Altmark West gGmbh aus Sachsen Anhalt statt. Hintergrund war der Einstieg in eine gemeinsame Kooperation zwischen dem Biosphärenreservat Drömling und dem Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue. Das neue Biosphärenreservat Drömling hat sich bundesländerübergreifend (Sachsen-Anhalt / Niedersachsen) aus dem etablierten Naturpark Drömling (Sachsen-Anhalt) weiterentwickelt.

Die Partnerschaften zwischen den jeweiligen Schutzgebieten und der örtlichen Lebenshilfe bestehen schon lange, neu kommt der länderübergreifende Austausch dazu. Dabei geht es um ein gemeinsames inklusives Engagement für den Naturschutz. Der Auftakt fand in Alt Garge bei Bleckede statt. Die dortigen, an der Elbe liegenden, Binnendünen sind ein wichtiger Lebensraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten wie z.B. der Heidelerche und der Blauflügeligen Ödlandschrecke. Wird nichts getan, wachsen die offenen Sandflächen, die teilweise mit Heide bestanden sind, mit Faulbaum und anderen Gehölzarten zu. Diese Gehölze werden entnommen, so dass die Fläche offen und sonnenbeschienen bleibt.

Dabei waren 11 Menschen mit und ohne Behinderung der Lebenshilfe Lüneburg Harburg und 12 Aktive der Lebenshilfe Altmark West sowie die Begleiter aus den jeweiligen Schutzgebieten. Das Projekt wird von EUROPARC Deutschland e.V. im Rahmen der Initiative „Ungehindert engagiert“ unterstützt. „Ungehindert engagiert“ ist das Motto für Freiwilligenaktionen in Nationalen Naturlandschaften (große Schutzgebiete in Deutschland), an denen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam aktiv sind. Finanzielle Unterstützung dafür kommt u.a. von der Allianz Umweltstiftung und der Heidehof Stiftung.

Für das länderübergreifende Projekt ist eine längerfristige Partnerschaft und ein Gegenbesuch im sommerlichen inklusiven Freiwilligen-Camp im Drömling angedacht. Ziel ist dabei das gemeinsame Erleben und Kennenlernen. Hierbei geht es nicht nur um die gemeinsame Arbeit, sondern auch darum, ein Gefühl für die Schutzgebiete und ihre Aufgaben zu bekommen. So gab es vor dem Einsatz eine kleine Einführung zu dem Lebensraum, seinen besonderen Arten und zum Sinn des Einsatzes. Geachtet wurde dabei auf eine einfache Sprache, die für alle verständlich ist. Zusätzlich fand durch Arbeitspaarbildung ein Kennenlernen der Teilnehmenden statt. Gestärkt durch eine Mittagspause im Gelände, wurde der Funckenhof, ein Archehof und Partnerbetrieb des Biosphärenreservats in Walmsburg, besucht. Hier konnten die Naturschutzengagierten verschiedene bedrohte Haustierrassen und die Arbeitsweise auf einem Selbstversorgerhof kennenlernen.
Einführung  
Einführung für den Arbeitseinsatz
Gruppeneinteilung  
Bonbons helfen bei der Gruppeneinteilung
Geschenkter Apfelbaum  
Ein Apfelbaum als Geschenk für eine beginnende Partnerschaft
Heidefläche  
Es gibt viel zu tun...
Faulbaumschnitt  
Faulbaum wird zurück geschnitten
Kiefern-Entkusselung  
Auf den Dünen wird die Kiefer entfernt
Flechten auf Dünen  
Die Flechten auf den Dünen brauchen Licht
Stärkung  
Stärkung
Brötchen-Pause  
Zum Mittag gab es Brötchen
Funckenhof  
Besuch beim Funckenhof
Gänsefütterung  
Gänsefütterung
Eselführung  
Die Esel werden von der Weide geholt
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